Ev. Kindertagesstätte

am Plessefelsen in Wanfried

Konzeption

Gruppen

Eltern

Förderverein

Seit Dienstag, 2. Juni, befindet sich unsere Kindertagesstätte im „eingeschränkten Regelbetrieb“. Die hessische Landesregierung hatte mit diesem angekündigten Begriff große Erwartungen auf Seiten aller Beteiligten geweckt.

Die neue Verordnung des Landes Hessen (2. Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus in der Fassung vom 02.06.2020) gilt bis zum 5.07.2020 und ermöglicht allerdings nicht wesentlich mehr als die erweiterte Notbetreuung, wie wir sie bisher für unsere Einrichtung kennen und umsetzen.

Weiterhin besteht für alle Kinder ein „Betretungsverbot“ für unsere Kindertagesstätte, für das die Corona-Verordnung einige - und zwar weithin die bekannten - Ausnahmen formuliert:
Die Kita für die Betreuung ihrer Kinder nutzen dürfen:

  1. Angehörige bestimmter Berufs- und Personengruppen (Anrecht auf Notbetreuung). Hier gilt weiterhin der schon bekannte Katalog systemrelevanter Berufe. Allerdings ist dieses Anrecht nun insoweit eingeschränkt, dass beide (!) Elternteile berufstätig sein müssen. Laut Hinweis des Werra-Meißner-Kreises muss es sich hierbei um eine sozialversicherungspflichtige Berufstätigkeit handeln.
  2. Schüler*innen und Studierende;
  3. Berufstätige oder studierende Alleinerziehende.
  4. Kindern, deren Kindeswohl gefährdet ist, kann das Jugendamt einen Betreuungsplatz zuweisen.
  5. Kindern in Integrationsmaßnahmen steht ein Betreuungsplatz zu.
  6. Zudem können im Einvernehmen mit dem Jugendamt besondere Härtefälle berücksichtigt werden.

Erst als 7. Gruppe kann der „Träger im Rahmen der Betreuungskapazitäten der Kindertageseinrichtung zusätzlich“ Kinder aufnehmen. Die Gesamtkapazität der Einrichtung ist dabei gemäß Vorgabe des Werra-Meißner-Kreises auf die Hälfte der genehmigten Plätze beschränkt.

Auch ab dem 2. Juni sind also die Kinder, die im Rahmen der Notbetreuung die Kita nutzen können, vorrangig zu berücksichtigen. 
Bereits in den letzten Wochen betreuten wir in unserer Kindertagesstätte aufgrund der Systemrelevanz vieler unserer Elternteile bereits im Durchschnitt täglich bis zu 30 Kinder in kleinen Krippen- und Kindergartengruppen. Ab dem 25. Mai kamen dann zudem alle unsere Integrationskinder hinzu.

Nachdem die Verordnung am 26. Mai veröffentlicht worden war und in der Träger-Leitungskonferenz des Zweckverbandes per Video am folgenden Tag die weitere Vorgehensweise für jede Kindertagesstätte individuell festgelegt wurde, begann ich als Leitung, alle Eltern mit systemrelevanten Berufen in unserer Kindertagesstätte persönlich anzurufen und den jeweiligen Bedarf der Familie zu erfragen. Am Donnerstagabend, 28. Mai, nachdem ich die Rückmeldung fast aller berechtigter Familien gesammelt hatte, stellte sich für unsere Einrichtung die Situation folgendermaßen dar:

  • Im Regelbetrieb bietet unsere Kita 106 Plätze.
  • Im „eingeschränkten Regelbetrieb“/Hessen (Corona Notbetrieb Stufe III) können wir    53 Plätze anbieten.
  • Der Gesetzgeber reserviert davon für bestimmte Berufs- und Personengruppen (s.o. Ziffern 1-6) alle 53 Plätze. Anspruchsberechtigt in unserer Einrichtung sind sogar 57 Kinder.
  • Somit sind alle möglichen Plätze bei einer Maximalauslastung von 50% belegt und wir können keine weitere Öffnung für andere Personenkreise anbieten.

Das heißt: Andere Einrichtungen, die bis zum 2. Juni keine oder nur wenige Kinder in der Notbetreuung aufgenommen hatten, da dort weniger Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, konnten nun ab dem 2. Juni mehr Kindern eine Betreuung anbieten. Da in unserer Kindertagesstätte jedoch bereits von Beginn der Notbetreuung viele Kinder von Eltern aus systemrelevanten Berufen betreut wurden, brachte die neue Verordnung kaum Veränderung. Einige systemrelevante Eltern nahmen den Platz für ihr Kind bis 2. Juni noch nicht in Anspruch, nehmen diesen aber nun doch wahr, da sie die Betreuung ihrer Kinder nun auch nicht mehr anderweitig organisieren können.
Diese derzeitige Maximalauslastung (50 % aller Kita-Plätze durch Kinder von Eltern aus systemrelevanten Berufen) ist aber auch nur unter Einhaltung unseres entwickelten Hygienekonzeptes zulässig. Das Hygienekonzept unserer Kindertagesstätte basiert auf den „Hygieneempfehlungen zum Schutz von Kindern und Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen sowie von Kindertagespflegepersonen in Hessen während der SARS-CoV-2-Pandemie“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration vom 26. Mai 2020 und gilt ab dem 1. Juni 2020.

Die Zeit der Coronapandemie ist eine Zeit der ständigen und kurzfristigen Veränderungen. So erhielten wir (Träger und Leitung) neue Verordnungen und Ausführungsbestimmungen bisher stets kurzfristig vom Land Hessen und mussten dann in aller Eile (häufig über das Wochenende hinweg) die Änderungen für unseren Kindertagesstättenbetrieb umsetzen. 

Wir sind uns bewusst, dass auch die derzeitigen Regelungen für viele Eltern unbefriedigend sind, es zeigt sich aber leider, dass ein „eingeschränkter Regelbetrieb“ unter den Vorzeichen des Corona-Schutzes ein derzeit noch unerreichbares Ziel darstellt.

Sobald eine neue Verordnung in Kraft tritt, werde ich aktuell informieren.
Bei Fragen nehmen Sie gerne telefonisch Kontakt mit mir auf unter 05655 / 416.

Bleiben Sie alle gesund und Gott behütet Sie!
Silke Koch - Leitung